Die Wasseraufbereitungsspezialisten von Siltbuster unterstützen das Tiefbau-Joint Venture EKFB mit Wasseraufbereitungssystemen an seinen Standorten entlang des Hochgeschwindigkeitsstreckenprojekts HS2. Der Kunde ist eines von vier Joint Ventures, die insgesamt rund 80 km Infrastruktur für dieses Projekt realisieren.
Bislang hat Siltbuster Unterstützung mit zweistufigen chemischen Behandlungslösungen an mehr als 60 EKFB-Standorten geleistet, wobei die eingesetzten Systeme Kapazitäten von 50 bis 180 m³ pro Stunde abdecken.
Im Rahmen regelmäßiger Inspektionen und Abstimmungsmeetings wandte sich EKFB an Siltbuster, um verschiedene Systemaufrüstungen in den G2S South und Central Sections der Strecke umzusetzen. Aufgrund des Baufortschritts und zusätzlicher Flächenankäufe benötigte der Hauptauftragnehmer leistungsstärkere Systeme. Dies führte dazu, dass bestehende Anlagen mit 50 m³ pro Stunde auf 120 m³ pro Stunde aufgerüstet werden mussten, während einzelne Standorte sogar auf 180 m³ pro Stunde erweitert wurden.
Überblick
Die Herausforderung
Die Einhaltung der Vorschriften sowie ein zuverlässiges System waren entscheidend, um die Herausforderung zu bewältigen. Aufgrund der kritischen Natur der Arbeiten und des engen Zeitplans konnte sich der Kunde keine Ausfallzeiten oder Verzögerungen infolge eines unzureichenden Wassermanagements leisten.
Für HS2 gelten äußerst strenge Einleitungskriterien für den Umgang mit und die Behandlung von Oberflächenwasser. In der Regel wird Oberflächenwasser zunächst in Pufferbecken gesammelt, bevor es ein zweistufiges Behandlungssystem durchläuft, in dem Sedimente entfernt und der pH-Wert neutralisiert werden, bevor das Wasser in Gewässer eingeleitet wird. Sowohl Siltbuster als auch EKFB mussten sich an einen strikt im Voraus abgestimmten Zeitplan und eine klare Abfolge der Arbeiten halten, um Umweltverschmutzungen während der Außerbetriebnahme der Systeme zu vermeiden.
Auch logistisch stellte sich die Umsetzung als anspruchsvoll dar. Die Anlagen mussten entleert, gereinigt und abgekoppelt werden, anschließend aus schwer zugänglichen Bereichen herausgehoben und versetzt werden, um danach erneut in Betrieb genommen zu werden.
Unsere Lösung
Siltbuster und der Pumpenlösungsspezialist Selwood, unser Schwesterunternehmen innerhalb der Workdry Group, arbeiteten während des gesamten Projektverlaufs eng zusammen – von der frühen Einbindung bis zur Fertigstellung des Projekts. Die Lösung basiert auf denselben zweistufigen Aufbereitungssystemen, die bereits vor Ort installiert waren, jedoch mit erhöhter Kapazität, sodass der Auftragnehmer die zusätzlichen Anforderungen an die Wasserbehandlung erfüllen konnte.
Das Wasser wurde entweder mit einem Siltbuster MT30-Mischtank oder einem 6”-Rohrflokulator sowie vier HB40-Lamellenabscheidern behandelt. Diese Anlagen wurden am Hauptsitz von Siltbuster in Monmouth konzipiert und gefertigt, bevor sie zur Baustelle transportiert wurden, wo sie nach dem Plug-and-Play-Prinzip eingesetzt werden. Wenn keine pH-Korrektur erforderlich ist, kann Siltbuster einen 6”-Rohrflokulator anstelle eines Mischtanks liefern. Dank des geringen Gewichts und der kompakten Bauweise lässt sich diese Lösung besonders einfach an Standorten mit begrenztem Platzangebot und eingeschränkten Hebemöglichkeiten installieren.
In dieser Lösung werden Koagulant- und Flockungsmittel im 6”-Rohrflokulator mit dem Wasser vermischt, um die Bildung von Partikelaggregaten zu fördern. Anschließend strömt das Wasser in die Lamellenabscheider und steigt zwischen geneigt angeordneten Platten nach oben. Die gebildeten, größeren Tonpartikel sinken auf die Platten ab und gleiten in Trichterbereiche eines Schlammsammelraums, wo sie sicher entfernt werden können. Nach der Behandlung wurde das Wasser in die nahegelegene Oberflächenwasserableitung eingeleitet.