Die Spezialisten für Wasseraufbereitung von Siltbuster wurden von Morgan Sindall Infrastructure beauftragt, Unterstützung mit einem Wasseraufbereitungssystem für Betonabbrucharbeiten bei einem großen Autobahnprojekt in Hampshire zu leisten.
Während der Umbaumaßnahmen der Autobahn M27 zu einer Smart Motorway war eine Entwässerungsleitung unter der Fahrbahn mit Beton verstopft worden.
Diese Blockade führte dazu, dass sich Oberflächenwasser in den umliegenden Bereichen ansammelte, wodurch Arbeiten erforderlich wurden, um den Beton mit Hilfe von Bohrtechnik zu entfernen.
Dabei bestand die Gefahr, dass stark alkalisches Abwasser aus den Arbeiten in lokale Gewässer gelangt. Daher musste es vor der sicheren Einleitung entsprechend behandelt werden.
Überblick
Die Herausforderung
Die Gegebenheiten vor Ort brachten verschiedene Herausforderungen in Bezug auf Logistik, Zugänglichkeit und Einhaltung von Vorschriften mit sich, weshalb eine zuverlässige Anlage im Mittelpunkt der Lösung stehen musste.
Die kritische Natur der Arbeiten sowie der begrenzte Platz bedeuteten, dass sich der Kunde keinerlei Stillstand oder Verzögerungen aufgrund unzureichenden Wassermanagements leisten konnte.
Aufgrund der Lage der Entwässerungsleitung musste das Wasseraufbereitungssystem in einem nahegelegenen Waldgebiet, angrenzend an den Arbeitsbereich, aufgestellt werden.
Unsere Lösung
Um den Standort zu erreichen, musste die Ausrüstung unter zwei niedrigen Brücken mit einer Durchfahrtshöhe von 3,7 Metern hindurch transportiert werden. Da die Siltbuster Anlagen selbst bereits 2,6 Meter hoch sind, stellte dies eine äußerst enge Passage dar. Siltbuster organisierte daher einen Transport mit niedriger Ladehöhe, um ausreichend Sicherheitsabstand beim Zugang zur Baustelle zu gewährleisten.
Da der genaue Installationsort nicht über die Straße erreichbar war, wurde die Anlage mithilfe eines HIAB Krans an ihren Platz gehoben. Dieser Hebevorgang musste sorgfältig ausgeführt werden, um umliegende Bäume nicht zu beschädigen.
Das Siltbuster Team entwickelte eine Lösung, die in den stark begrenzten Raum passt, sich durch hohe Zuverlässigkeit auszeichnet und nur minimale Bedienung und Wartung durch das Baustellenteam erfordert.
Siltbuster arbeitete dabei eng mit den Pumpspezialisten von Selwood zusammen, einem Schwesterunternehmen innerhalb der Workdry International Group. Die Zusammenarbeit reichte von der frühen Planung bis zur Umsetzung des Projekts, das über einen Zeitraum von zehn Wochen in Betrieb war.
Die Lösung bestand aus einem System zur pH Korrektur und Sedimentkontrolle, unterstützt durch elektrisch betriebene Pumpen von Selwood. Diese wurden gewählt, da sie umweltfreundlicher als dieselbetriebene Alternativen sind, und dienten dazu, das Wasser aus dem Arbeitsbereich zum Aufbereitungssystem zu fördern. Die durchschnittliche Durchflussrate betrug etwa 5 m³ pro Stunde, bei einem pH Wert des Zulaufwassers von rund 12.
Das Wasser wurde in einer Siltbuster DS4 Mischanlage mit kontrollierter CO₂ Dosierung sowie in einem FB50 Lamellenabscheider behandelt. Beide Systeme wurden am Hauptsitz von Siltbuster in Monmouth entwickelt und gefertigt und anschließend zur Baustelle transportiert, wo sie nach dem Plug and Play Prinzip betrieben werden.
In diesem System wird das Wasser zunächst in die DS4 Anlage gepumpt, wo eine integrierte Sonde und ein pH Regler die Werte kontinuierlich überwachen und die CO₂ Dosierung automatisch steuern. Sobald ein neutraler pH Bereich von 6 bis 9 erreicht ist, wird das Wasser in den FB50 Lamellenabscheider überführt, wo es zwischen schräg angeordneten Lamellenplatten nach oben strömt.
Zementpartikel und gröbere Feststoffe setzen sich auf den Lamellen ab und gleiten nach unten in den Schlammtrichter, wo sie sicher gesammelt und entfernt werden können.