Siltbuster reagierte schnell auf einen dringenden Einsatz an einem Wasserkraftwerk in Nordwales. Die Anlage erzeugt erneuerbare Energie, indem sie die Kraft des Wassers nutzt, das auf natürliche Weise aus einem Bergsee talwärts fließt und anschließend Turbinen antreibt, die Strom erzeugen. Das Wasser wird danach in einen nahegelegenen Fluss abgeleitet.
In diesem Fall führten niedrige Wasserstände im See dazu, dass die Strömung Sedimente und andere Verunreinigungen mitriss, die sich in tiefer gelegenen Abschnitten der Leitung angesammelt hatten. Das verunreinigte Wasser konnte nicht sicher in die Umwelt eingeleitet werden und musste daher vor der Ableitung behandelt werden.
Überblick
Die Herausforderung
Eine schnelle Reaktion war erforderlich, da verstopfte Leitungen die Leistungsfähigkeit der Anlage zur Stromerzeugung deutlich einschränkten. Ein Area Sales Manager von Siltbuster begab sich kurzfristig zur Baustelle, um die Situation zu bewerten. Vor Ort wurden Proben entnommen und analysiert, um die technisch und betrieblich am besten geeignete Lösung zu definieren.
Zur effektiven Spülung der Leitung war ein hoher Durchfluss von rund 110 m³/h erforderlich. Aufgrund der notwendigen kurzfristigen Einsatzbereitschaft und mit Blick auf eine möglichst geringe Umweltbelastung identifizierte das Siltbuster‑Team eine Lösung mit geringer Stellfläche, minimalem baulichen Aufwand vor Ort sowie reduziertem Transport- und Logistikbedarf.
Unsere Lösung
Feldtests der entnommenen Proben zeigten, dass allein eine Sedimentation durch Schwerkraft bereits eine ausreichende Verbesserung der Wasserqualität ermöglichen würde, sodass der Kunde das behandelte Wasser mit Vertrauen sicher in die Umwelt einleiten konnte. Dies bedeutete, dass keine Flockungsmittel oder Koagulanten zugesetzt werden mussten, um die Partikel zum Absetzen zu bringen.
Von Selwood gelieferte Pumpen, dem Schwesterunternehmen von Siltbuster innerhalb der Workdry International Group, wurden eingesetzt, um das verunreinigte Wasser über einen Schlauch mit einem Durchmesser von sechs Zoll zum Aufbereitungssystem zu fördern.
Das Wasser wurde in Siltbusters neuem HB150-Lamellenabscheider behandelt, der am Hauptsitz in Monmouth entwickelt und produziert wurde. In einem Lamellenabscheider strömt das Wasser zwischen geneigt angeordneten Platten nach oben. Die Feststoffe lagern sich auf den Platten ab und gleiten nach unten in Trichter innerhalb eines Schlammsammelbereichs, wo sie sicher entfernt werden können.
Der HB150 vereint effektiv drei Klärstufen in einer Einheit und ermöglicht so eine leistungsstarke Behandlung mit hoher Kapazität, mit Vorteilen wie:
- Schnellere Einsatzbereitschaft und Installation
- Ein Hebevorgang für die Einheit und ein Hebevorgang für den Laufsteg
- Kein Verteiler und keine miteinander verbundenen Rohrleitungen erforderlich – eine sauberere Lösung mit reduziertem Stolperrisiko
- Nur eine Schlammpumpe für drei Trichter erforderlich
- Reduzierter Transportaufwand durch weniger Fahrzeuge
Die Lösung war mit automatischen Schlammtrichtern mit angetriebenen Ventilen ausgestattet, die durch intelligente Sensoren gesteuert werden. Diese öffnen und schließen die Ventile automatisch, um das System selbstständig zu entschlammen und den manuellen Eingriff auf ein Minimum zu reduzieren.
Vor der Behandlung betrug der Gehalt an suspendierten Feststoffen (TSS) im Wasser 2.753 mg/l.
Nach der Behandlung erreichte das System 707 mg/l – bei gleichzeitig aufrechterhaltenem Durchfluss von 110 m³/h.
Nach dem Prozess wurde das behandelte Wasser mit sauberem Spülwasser vermischt, wodurch die verbleibende geringe Menge an Feststoffen weiter verdünnt wurde, bevor es sicher in den Fluss zurückgeleitet wurde.